Zum Inhalt springen

Botschafterin Anna

Fotos: anto team
21. Juli 2026 durch
anto team


Lebensmittel retten mit Anna

Ein Tag in Berlin – wie eine Radfahrerin hilft, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren


Jeden Tag landen unzählige Kilo frischer, vollkommen genießbarer Lebensmittel im Müll, statt auf einem Teller.

Anna hilft dabei, das zu ändern. Mit dem Fahrrad fährt sie quer durch Berlin, um überschüssige Lebensmittel bei lokalen Betrieben abzuholen. Jede Tour trägt dazu bei, dass noch gute Lebensmittel Menschen erreichen, anstatt verschwendet zu werden.

Wir haben einen Tag mit unserer Botschafterin verbracht, um mehr über ihre Mission zu erfahren und darüber, wie anto sie dabei auf jedem Kilometer unterstützt.


Hallo Anna! Erzähl uns ein bisschen von dir. Wer bist du, was machst du und was ist dir besonders wichtig?


Findest du, dass Berlin eine fahrradfreundliche Stadt ist?
Anna: Hallo, ich bin Anna und lebe in Berlin. Ich arbeite als Sozialwissenschaftlerin im öffentlichen Dienst. In meiner Freizeit bin ich gerne sportlich aktiv. Mir liegt viel daran, Menschen dabei zu unterstützen, gesünder und aktiver zu leben. Ob durch meine Arbeit oder mein ehrenamtliches Engagement – ich suche gerne nach praktischen Möglichkeiten, den Alltag ein bisschen einfacher zu machen.

Außerdem liegen mir Nachhaltigkeit und die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung sehr am Herzen. Deshalb engagiere ich mich ehrenamtlich und rette überschüssige Lebensmittel aus lokalen Geschäften, damit sie nicht im Müll landen, sondern bei Menschen ankommen. Für mich bedeutet Nachhaltigkeit nicht, alles perfekt zu machen, sondern jeden Tag bewusst Entscheidungen zu treffen und andere dazu zu inspirieren, dasselbe zu tun.




Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?

Anna: Jeder Tag ist anders – und genau das gefällt mir daran. Je nach Tag besuche ich verschiedene Supermärkte, Bäckereien und Cafés, hole überschüssige Lebensmittel ab, koordiniere mich mit anderen Ehrenamtlichen und verteile die geretteten Lebensmittel weiter. Es gibt immer neue Orte zu entdecken und neue Menschen kennenzulernen.

Wie bist du normalerweise in Berlin unterwegs?
Anna: Fast immer mit dem Fahrrad. Es ist die schnellste und zuverlässigste Möglichkeit, sich durch die Stadt zu bewegen – vor allem, wenn ich mehrere Stopps habe. Mit dem Fahrrad bin ich flexibel und kann meine Route jederzeit anpassen, wenn sich spontan etwas ändert. Das passiert ziemlich oft, weshalb ich das Rad den öffentlichen Verkehrsmitteln eindeutig vorziehe.

Wie unterstützt dich dein Fahrrad bei deiner Arbeit?


Anna: Ich transportiere fast alles mit dem Fahrrad. An einem normalen Tag können das meine Arbeitstasche und mein Laptop sein, Einkäufe oder sogar Möbelstücke wie ein kleiner Sessel. Wenn ich Lebensmittel rette, kommen außerdem Kisten hinzu, die ich zwischen verschiedenen Abholstellen transportiere. Das Fahrrad gibt mir unglaublich viel Flexibilität. Ich kann alles mitnehmen, was ich brauche, effizient zwischen den Abholorten unterwegs sein und muss mich weder um Stau noch um Parkplätze kümmern.

Warum nutzt du anto und wie passt es in deinen Alltag?

Anna: Mit anto kann ich wirklich große und schwere Dinge transportieren, die ich sonst kaum mit dem Fahrrad mitnehmen könnte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Tour, bei der ich rund 35 Kilogramm gerettetes Gemüse nach Hause gebracht habe. Außerdem habe ich schon mehrere Bäckereikisten gleichzeitig transportiert. So viel Platz zu haben bedeutet, dass ich nie überlegen muss, ob etwas hineinpasst – ich weiß einfach, dass ich es problemlos nach Hause bekomme.
Anna: Berlin hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. In einigen Bezirken, zum Beispiel in Steglitz, sehe ich immer mehr neue Radwege, und auch immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad im Alltag. Natürlich gibt es noch Verbesserungspotenzial – besonders bei einer sicheren Fahrradinfrastruktur. Trotzdem ist es schön zu sehen, dass das Fahrrad einen immer größeren Stellenwert im Stadtleben bekommt.


Anna: Ich engagiere mich seit etwa neun Jahren für das Retten und Verteilen überschüssiger Lebensmittel.

Lebensmittelverschwendung beschäftigt mich schon sehr lange. Es fällt mir schwer zu verstehen, wie wir vollkommen gute Lebensmittel produzieren können, nur um sie wegzuwerfen, während gleichzeitig andere Menschen Hunger haben. Dabei werden nicht nur Lebensmittel verschwendet, sondern auch Wasser, Energie, Arbeitskraft, Anbauflächen und viele weitere Ressourcen, die für ihre Herstellung benötigt wurden. Jede gerettete Mahlzeit erinnert mich daran, dass auch kleine Taten einen echten Unterschied machen können.


Wie lange engagierst du dich schon für die Rettung von Lebensmitteln und warum ist dir das so wichtig?
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Anna: Ich wünsche mir, dass mehr Menschen sich bewusst machen, dass die Ressourcen unseres Planeten begrenzt sind. Ich hoffe, dass uns das dazu bewegt, über uns selbst hinauszudenken und die Auswirkungen unserer täglichen Entscheidungen auf andere Menschen und zukünftige Generationen stärker zu berücksichtigen.

Außerdem wünsche ich mir, dass noch mehr Menschen entdecken, wie einfach nachhaltige Entscheidungen im Alltag sein können. Ob öfter mit dem Fahrrad fahren, weniger Lebensmittel verschwenden oder lokale Initiativen unterstützen – jeder kleine Schritt zählt. Wenn mehr von uns solche Entscheidungen treffen, können wir gemeinsam gesündere Städte und stärkere Gemeinschaften schaffen.




Vielen Dank, Anna!


Wir freuen uns, dich auf deiner Mission unterstützen zu dürfen und dich als Teil der anto-Community zu haben. Wir freuen uns darauf, den Weg gemeinsam weiterzugehen!

Annas Geschichte zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht nur durch große Innovationen entsteht, sondern vor allem durch die Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen. Ob überschüssige Lebensmittel retten, das Fahrrad statt des Autos wählen oder lokale Initiativen unterstützen – viele kleine Handlungen können gemeinsam Großes bewirken.


Eine Fahrt, eine Abholung und eine gerettete Mahlzeit nach der anderen.