Vom Kiteboard zum Startup
Die Geschichte hinter anto
Jedes Produkt hat seine Geschichte. Alles begann im Jahr 2019 mit einem einfachen Problem: Wie lässt sich Kiteboard-Ausrüstung mit dem Fahrrad transportieren, um die besten Windbedingungen und abgelegene Spots zu erreichen?
Die verfügbaren Lösungen bedeuteten oft eingeschränkte Flexibilität und Kompromisse, an die sich viele einfach gewöhnt hatten. Anstatt diese ebenfalls hinzunehmen, machte sich Karl auf die Suche nach einer besseren Lösung.
Es folgten Jahre voller Prototypen, Tests, Rückschläge und unzähliger Verbesserungen, die schließlich zu anto führten. Dies ist die Geschichte hinter dem Produkt – und der Ingenieursmentalität, die es möglich gemacht hat.
Wir haben uns mit Gründer Karl zusammengesetzt und mit ihm über diesen Weg gesprochen: von den ersten Prototypen über überraschende Erkenntnisse aus Kundengesprächen bis hin zu den Erfahrungen, die er beim Aufbau eines Unternehmens gesammelt hat.
„Egal, was du tust: Du wirst immer etwas richtig und etwas falsch machen.“
— Karl Kronfeld
Über 1.000 Stunden flossen in Konstruktion, Fertigung und Tests, um das ursprüngliche Konzept kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Einer der größten Durchbrüche kam übrigens durch einen Freund. Er schlug vor, den Gepäckträger ausziehbar statt dauerhaft lang zu gestalten. Diese eine Idee machte ihn im Alltag deutlich praktischer.
Außerdem trafen wir viele Radfahrerinnen und Radfahrer, die sich die Transportkapazität eines Lastenrads wünschten, ohne gleich ein komplett neues Fahrrad kaufen zu müssen. Das war eine entscheidende Erkenntnis. Statt das Fahrrad zu ersetzen, kann man es einfach aufrüsten.
Erst als funktionierende Prototypen existierten, begannen wir zu prüfen, ob es tatsächlich einen Markt dafür gibt. Im Rahmen des Workshop-Programms des BPW und mit Unterstützung von Pauline Neuholz entstand schließlich auch ein Businessplan.
Beim Schwimmen, Kitesurfen, Foilen, Radfahren oder wenn ich Zeit am Meer verbringe, entstehen oft die besten Gedanken. Ich habe gelernt, dass gute Ideen selten auftauchen, wenn man sie erzwingen will. Sie entstehen, wenn man entschleunigt und neugierig bleibt.
Mein Ziel war es, ein Produkt zu entwickeln, das Jahrzehnte hält und nicht nur wenige Jahre. Lediglich einige kleine, austauschbare Komponenten sollen bei Bedarf gewartet oder ersetzt werden.
Während die meisten Fahrradgepäckträger aus Aluminium, Stahllegierungen oder herkömmlichem Stahl bestehen, setzt anto bewusst auf Edelstahl – aufgrund seiner hervorragenden Korrosionsbeständigkeit und seiner langfristigen Zuverlässigkeit.
anto ist das Ergebnis einer gemeinsamen Zusammenarbeit von Ingenieur*innen, Forschenden, Studierenden, Herstellern, Marken- und Marketingexpert*innen, Startup-Berater*innen, Freunden und unzähligen Menschen, die ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben.
Es geht darum, Menschen dabei zu helfen, mehr aus dem Fahrrad herauszuholen, das sie bereits besitzen. Anstatt ein vorhandenes Fahrrad durch ein neues Lastenrad zu ersetzen, können Radfahrerinnen und Radfahrer ihr bestehendes Fahrrad aufrüsten. Das verlängert dessen Lebensdauer und reduziert Abfall sowie unnötigen Konsum.
Dazu gehören unter anderem ein am Fahrradständer für stark beladene Fahrräder, verbesserte Befestigungssysteme sowie neues Zubehör, das gemeinsam mit unseren Partnern entwickelt wird. Einige dieser Produkte entstehen in Zusammenarbeit mit FAHRER Berlin.
„Egal, was du tust – du wirst immer etwas richtig und etwas falsch machen.“
anto steht eigentlich nicht für einen Fahrradgepäckträger.
anto steht dafür, echte Probleme mit durchdachter Ingenieurskunst zu lösen, aus Fehlern zu lernen und Produkte zu entwickeln, auf die sich Menschen viele Jahre verlassen können.